Hej, ich bin Ines.
Ich beschäftige mich seit über fünfzehn Jahren mit jagdlich motivierten Hunden und mit der Frage, was es wirklich bedeutet, mit so einem Hund im Alltag zu leben.
Mein Nerdthema ist Jagdverhalten aus verhaltensbiologischer und neurobiologischer Sicht. Mich interessiert vor allem, was die jagdliche Selektion mit unseren Hunden macht und wie sich das im Alltag zeigt. Ich analysiere gern in der Tiefe und habe ein echtes Faible für Jagdhunderassen und Jagdarten, auch aus kulturhistorischer Sicht.
Auf dem Hundeplatz hast du wahrscheinlich schon gemerkt, dass Standardlösungen bei deinem Hund nicht weiterhelfen. Ich arbeite anders. Ich habe Pädagogik, Soziologie und Psychologie studiert, und genau dieser Hintergrund prägt meine Arbeit. Ich berate auf der systemischen Ebene und schaue mir an, was dein Hund genetisch mitbringt, wie es ihm innerlich geht und unter welchen Bedingungen er lebt. So kannst du deinen Hund und sein Jagdverhalten wirklich verstehen.
Funktion und Gehorsam sind nicht mein Ziel. Mir geht es um Lebensqualität für deinen Hund und für dich. Einen Jagdhund zu halten, ohne selbst zu jagen, ist komplex, und unsere heutige Umwelt macht es diesen Spezialisten nicht leicht. Das braucht verantwortungsvolle Halter:innen, die das Spannungsfeld zwischen den Bedürfnissen ihres Hundes und denen von Umwelt und Wild kennen. Ich arbeite ohne Schmerz, Schreck und Einschüchterung. Trotzdem haben wir als Menschen immer eine Machtposition gegenüber unserem Hund, und mir ist wichtig, dass wir uns dessen bewusst sind.
Ich habe seit über zehn Jahren den Jagdschein, war selbst jagdlich aktiv und habe meine Hunde auf Prüfungen vorgestellt. Die Anforderungen an Jagdhunde kenne ich also aus eigener Erfahrung. Aus ethischen Gründen und aus Gründen des Naturschutzes habe ich mich bewusst gegen die aktive Jagd entschieden.
Seit vielen Jahren bin ich als Dozentin im deutschsprachigen Raum unterwegs, unter anderem in der Ausbildung von Hundetrainer:innen und Dummytrainer:innen. Ich bin Fachbuchautorin (u. a. „Leben mit Jagdhund“ und „Abgeleint!“) und habe „Projekt Freilauf“ entwickelt. Dort bereite ich mein Wissen so auf, dass du es im Alltag konkret umsetzen kannst.
Alle Angebote auf dieser Seite sind als Onlinekurse und digitale Programme aufgebaut.
ein fairer und freundlicher Umgang mit Mensch und Hund
Alltagstraugliches Training in gewohnter Umgebung
strukturiertes gehirngerechtes Training
die Bedürfnisse von Mensch, Hund und Umwelt in Einklang zu bringen
Diese Hunde haben meinen Weg maßgeblich geprägt – sind und waren meine Lehrer, meine Freunde, meine Begleiter, meine Jagdhelfer, meine Familienmitglieder, meine Gute-Laune-Pillen. Ohne Sie hätte ich lange nicht so viel gelernt!

Quodians Gracia, ungarisch Drahthaar
* 2014

Quodians Lennox, ungarisch Drahthaar
* 2010-2019

Weimaraner
* 2002-2010

Sansi vom Donautal, Rauhaardackel
*1989-1999
Ohne meinen Finni wüsste ich wahrscheinlich heute so gut wie nichts über Jagdverhalten und Jagdhunde. Im Nachhinein war er also das größte Geschenk was ich bekommen habe. Aber das wusste ich natürlich erst mal nicht… ich wusste nicht, dass ich noch einiges zu lernen hatte, als er mich mit 10 Wochen das erst mal allein im Wald hat stehen lassen…
Ich bin mit Dackeln aufgewachsen, stand als Kind schon am Rand vom Maisfeld um zu horchen, wo der Dackel unterwegs ist. Ich hatte bis dahin bereits einen second Hand Weimaraner gehabt und den soweit trainiert, dass er vom Hasen abrufbar war, hatte zahlreiche Hundeseminare besucht, die Rettungshundestaffel besucht und eine Hundetrainer Ausbildung absolviert – kurz gesagt, ich DACHTE ich kenne mich mit Jagdhunden aus… ja und dann kam eben Finni, ein kleiner holländischer Drathaarvizsla ohne Drahthaar und brachte mich wirklich zur Verzweiflung.
Leine Los und weg war sein Motto, der Radius riesig, immer Vollgas, an der Leine gehen ein Kampf, draußen oder an fremden Orten entspannen undenkbar. Seinen Frust nicht in der Ungarischen Puszta zu wohnen (wo man sicher besser hätte rennen können) ließ er am daheim regelmässig an uns Zweibeinern aus. Kurzum ich war ziemlich verzweifelt.
Ich wollte diesem kleinen Zwerg aber so gerne helfen, denn auch er war sehr verzweifelt, dass das meiste was er so spannend findet (Schmetterlinge jagen, Mäuse ausgraben, Spuren verfolgen, Rehen hinterherrennen, fremde Menschen anspringen, fremde Hunde fröhlich begrüßen, Fahrradfahrer jagen, Hasen aufstöbern….) verboten ist. Dabei war er genau darin so gut. Mein Weg führte mich dabei zu einigen Hundetrainern und auch „Experten“ doch entweder gab es dort nur mitleidige Blicke oder die Empfehlung nun doch mal mit sehr unschönen Hilfsmittel wie Strom und Stachler richtig „durchzugreifen“. Das kam für mich bei all der Verzweiflung auf keinen Fall in Frage. Ich suchte also weiter nach Lösungen und fand Dr. Ute Blaschke-Berthold und das CumCane Trainernetzwerk. Durch die Ausbildung lernte ich wie man mit leicht erregbaren und impulsiven Hunden umgeht und wie man strukturiert, effektiv und freundlich mit den Bedürfnissen des Hundes trainiert. Zusammen mit meiner ersten Trainerausbildung und dem Wissen um Jagdhunde und Jagd, das ich durch die Jägerprüfung und jagdliche Praxis erlangt hatte, könnte ich mit Finni soweit trainieren, dass er viele Freiheiten genießen konnte und seine Bedürfnisse im sicheren Rahmen ausleben konnte. Zwischen uns entstand ein wunderbares Band an Vertrauen – ein ganz besonderes Geschenk von einem jagdlich ambitionierten Hund.
Ich kann also wirklich nachvollziehen, wie anstrengend ein Leben mit Jagdhund sein kann. Ich hätte mir die ersten 2 Jahre nicht im Traum vorstellen können, dass ich irgendwann mal meine Leine vergesse und es erst am Ende des Spaziergangs merke. Mein liebster Finni rennt mittlerweile an einem großen Strand hinter der Regenbogenbrücke und ich bin immer noch unfassbar traurig, dass er nicht mehr bei mir ist, aber sein Erbe lebt weiter: Ich wünsche mir, dass auch du mit deinem jagdlich interessierten Hund genau dieses tiefe Gefühl von Vertrauen erleben kannst und dass ihr eure gemeinsamen Spaziergänge auch wirklich genießen könnt .







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deine Ines
Jagdverhalten wirkt oft kompliziert – doch sobald wir es verstehen, verändert sich der Blick auf unseren Hund. Diese Sammlung vermittelt dir die Grundlagen: leicht verständlich, wissenschaftlich fundiert und praxisnah erklärt. Statt schneller Tipps findest du hier Wissen, das Aha-Momente auslöst, Zusammenhänge sichtbar macht und dir zeigt, warum dein Hund tut, was er tut.
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